Seniorengerechte Bäder Diese Seite fällt etwas länger aus, weil es zwar um ein wichtiges, aber häufig nicht so recht beachtetes Thema geht. Also: Problemlos sichere und komfortable Bäder schaffen! Wenn man älter wird, läßt die Beweglichkeit nach, geht manches auch nicht mehr so leicht und schnell von der Hand. Gerade im Bad möchte man sich auch im Alter ohne fremde Hilfe seiner Körperpflege widmen können. Durch eine funktionsgerechte Ausstattung beziehungsweise Umgestaltung des Raumes wird die erwünschte Selbständigkeit ermöglicht. Ich bin Spezialist für barrierefreie Badgestaltung und Mitglied im Bundesverband und habe hier die wesentlichen Punkte zusammengestellt:
Die wichtigsten Planungsgrundlagen finden sich in der DIN 18 025, Teil 2. Diese Norm gibt Empfehlungen für Bewegungsflächen, Ausstattungen und Installationsmaße im Bad. Ziel ist, das Bad so zu gestalten, daß es auch im Alter oder bei Krankheit ohne Einschränkungen genutzt werden kann. Denn oft wird in solchen Fällen das vorhandene Bad den veränderten Bedürfnissen der Bewohner nicht mehr gerecht. Beengte Raumverhältnisse behindern ältere oder bewegungseingeschränkte Menschen bei der Körperpflege. Deshalb sollten die Bewegungsflächen vor Waschplatz, WC, Dusche und Wanne mindestens 1,20 m x 1,20 m groß sein. Wer ein kleines Bad verändern möchte, braucht deshalb nicht zu verzweifeln. Auch ein vier Quadratmeter großes Bad läßt sich seniorengerecht verändern. Die Vorwandinstallation macht heute ganz neue Raumeinteilungen möglich, denn die Sanitärobjekte können unabhängig von vorhandenen Anschlüssen dort angebracht werden, wo sie für den Nutzer am bequemsten zu nutzen sind. Die Vorwand selbst dient gleichzeitig als Ablagefläche. Die Norm empfiehlt Beinfreiraum unter dem Waschtisch, damit sich der Nutzer hier bequem heransetzen oder mit dem Rollstuhl heranfahren kann. Ideal ist es dann, wenn der Waschtisch über eine nach innen gewölbte Vorderfront verfügt. Bei den Armaturen bietet es sich an, einen Einhebelmischer mit einem längerem Bedienhebel zu wählen, der auch im Sitzen gut zu erreichen ist. Ferner ist ein im Sitzen verstellbarer Spiegel zu empfehlen. Ablagen, Haken und Zahnputzbecher können dank abgerundeter Kanten und kontrastreicher Farben vor Verletzungen schützen und Orientierungshilfe bieten. Als Stütze sind stabile Handtuchhalter, die neben dem Waschtisch angebracht sind, sinnvoll. Die bodenbegehbare Dusche sollte mindestens 1,20 x 1,20 m groß sein. Sie kann mit einem leicht zu öffnenden Duschvorhang und Haltestangen ausgerüstet werden, in die auch ein Sitz eingehängt werden kann. Durch die Installation einer thermostatgesteuerten Armatur mit integrierter Heißwassersperre bleibt die eingestellte Temperatur unabhängig von Druckschwankungen konstant, was den Nutzer sowohl vor heißen als auch kalten Duschen schützt. Das gleiche gilt selbstverständlich für die Badewannenarmatur. Die Wannen selbst zeichnen sich mittlerweile durch besonders geringe Einstiegstiefen aus. Die Toilette läßt sich ein paar Zentimeter höher montieren. Auch bodenstehende Modelle mit einer Höhe von 46 Zentimetern ermöglichen ein leichtes Aufstehen. Seitlich angebrachte Stützklappgriffe oder Stützgriffe mit integriertem WC-Papierrollenhalter und einer elektrischen Spülauslösung sorgen für ein bequemes Handling. Für weitere Informationen - auch über Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten - stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sprechen Sie mit uns. Ihr Thorsten Moriße gepr.Fachkraft für barrierefreies Bauen : |